jährliche Outdoor - Lehrgang der W.M.A.A.-R.O.C. 2010

Zum 7. Mal fand in Horst/NL der jährliche Outdoor - Lehrgang der W.M.A.A.-R.O.C. unter Leitung von Sifu Tze Dschero Khan und Sifu Toni Finken-Schaffrath statt. Wenn gerade auch vor den Sommerferien in allen Kampfsportverbänden eine große Terminfülle herrscht, waren doch ca. 50 Teilnehmer aus Mönchengladbach, Goch, Geldern, Düsseldorf, Dinslaken und anderen Städten aus Deutschland und Holland gekommen, um sich von Sifu Tze Dschero Khan und Sifu Toni Finken-Schaffrath die Grundzüge des Bokator, der Löwenkampfkunst aus Kambodscha, zeigen und erläutern zu lassen.
Kampfkünstrler wie: Frank, Margot und Michael Olislagers, Bernhard Hillecke, Thomas Gerritzma, Werner Huppertz, Ulrich Micke, Joachim Hesekamp, Zenon Poros ,Jörg Etwein , Serge Kress, Darco Lozanzic, Arasch Honarbacht, Don Stegmann, Kurt Minor, Theo von Bergeren um nur einige zu nennen waren auch mit von der Partie. Bokator ist eine Kanmpfkunst des Khmer- Volkes,die bereits von den Kriegern der Angkor- Herrscher genutzt wurde und wohl als Vorläufer aller südostasiatischen Kickbox-Stile gelten kann .Dieses komplexe System, auch Labok Katao genannt ,umfasst insgesamt 341 verschiedene Stile. Man sagt es basiere auf der Natur und ahme die Bewegungen realer und mythischer Tiere nach .Unter anderem findet man Drache, Kranich und Adler. Bokator umfasst eine Anzahl von Hebeln, Schlägen ,Haltegriffen und Festlegetechniken Bokator zeichnet sich als Kampfkunst durch einen tiefen, geduckten Stand aus, der sich von den karateähnliche Standpositionen völlig unterscheidet, und aus dem Mehrfachtechniken mit den Faustknöcheln und Ellenbögen, die fast überfallartig ausgeführt werden. Dabei werden die Angriffstechniken mit Faust und Fuß durch die Bank weg mit den Ellenbögen blockiert, was ausgesprochen schmerzhaft und wirkungsvoll ist. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, diese Grundtechniken ausführlich zu üben. Daran anknüpfend erläuterte Sifu Tze Dschero Khan ausführlich und sehr anschaulich die weiterführenden Techniken, insbesondere die harten Techniken auf die Vitalpunkte und verschiedenen Möglichkeiten, das Genick zu brechen. Dabei wurde deutlich, dass Bokator keineswegs eine weitere Kampfsportart ist, sondern eine Kampfkunst, die aufs Überleben ausgerichtet ist. Nach einigen Erläuterungen zu den verschiedenen Kampfkünsten in der Region Kambodscha, Laos, Vietnam, Birma und Thailand und der vielfältige Beziehungen und Ähnlichkeiten zueinander sowie mit einem Ausblick auf zukünftige Seminare fand der Lehrgang nach rund 3 Stunden ein Ende.
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